Geschichte


Die Geschichte des Badeorts "Berekfürdõ"

Das Dasein der Ortschaft Berekfürdõ wird nicht von jahrhundertelangen Geschichten umkränzt, in den Jahren um 1920 sind hier erst nur 5 Bauernhöfe zu finden, insgesamt mit 35 Einwohnern.
Die Ortschaft liegt zwischen den Städten Karcag und Kunmadaras und damals hat nur einen unverkleideten im Frühjahr und Herbst unbefahrbaren Landweg von der Eisenbahnhaltestelle "Tatárülés" (Tartarensitz) in die Pußta geführt. Die Änderungen haben sich aber unglaublich schnell gefolgt. In den Jahren um 1920 haben die Geologen ihre Aufmerksamkeit an die "Alföld" (die ungarische Tiefebene in Ostungarn) gerichtet, da sie geglaubt haben hier reiche Kohlenwasserstoff-Bodenschätze zu finden.
Unter der Leitung des Chefgeologen PÁVAI, VAJNA Ferenc wurden die Forschungen im Jahre 1925 begonnen. Nach den anfänglichen Schwierigkeiten der Bohrungen haben die vom technischen Leiter SCHMIDT Eligius Róbert geführten Arbeiten am 24. Januar 1928 zum Erfolg geführt.

Die Höhe des Ausbruchs hat von anfänglichen 40 Meter die 70, dann sogar die 100 Meter auch erreicht.
Dank der schnellen Massnahmen konnten bereits im Februar die chemischen Analysearbeiten gemacht werden. Nach dem Ergebnis konnte festgestellt werden, dass dieses Wasser enthält Kalzium, Magnesium, Schwefel, Jod und Brom also das Thermalwasser enthält viele Mineralien.
Das erste nur zeitweilige Strandbad wurde an dem ca. 3200 m2 grossen See von MÁNDOKI Imre errichtet und betrieben. Im Mai 1928 liess er eine beckenartige Konstruktion aus Holz bauen, die von den Besuchern nur als "Holzkorb" benannt wurde. Der eine Teil dieses Holzkorbs hat sich stufenmässig von 60 bis 150 cm vertieft.

Im Frühjahr 1929 hat bereits eine grosse Menschensmenge aus der Stadt Karcag und aus der Umgebung die heilwirkende "Wunderquelle" aufgesucht. In den Plänen des ersten ständigen Strandbads sehen wir neben dem Becken "Holzkorb" die Kasse, Warteraum und Kabinen ebenfals aus Holz gebaut. Diese sind zur Eröffnung im Monat Juli grösstenteils aufgebaut worden.
Zu dieser Zeit wurden die Badegäste mit einem sehr eigenartigen Fahrzeug nach Berekfürdõ gefahren. Dieses Fahzeug war ein aussortierter, alter Omnibus, der von zwei Pferden gezogen wurde.

Im Oktober hat man die Vorbereitungen der Bohrung des zweiten Brunnen auch begonnen. Weiters wurde ein 12 km langer Kanal (Strassengraben) zur Abführung des verbrauchten Wassers gebaut. Im Februar 1930 hat man in einer Tiefe von 800 Meter wieder Thermalwasser um 55oC Temperatur gefunden. In diesem Jahr wurde das erste Stahlbetonbecken, das sich in zwei Teilen aufgliederte, gebaut. In einem Teil dieses Beckens stand Heilwasser von 42oC Temperatur, im anderen von 30oC Temperatur den Badegästen zur Verfügung. Darüber hinaus gab ein Gebäude mit 10 Badewannen, Kaltwasserdusche sowie eine Gaststätte und eine Konditorei wurde im Badegelände auch aufgebaut.

Im Jahre 1934 wurden bereits 48 Grundstücke am See sehr schnell verkauft, ein Jahr später hat sich ein Hotel in Berek mit 20 Zimmern seine Tore eröffnet.

Im 1935 war die Analyse des Heilwassers auch fertiggestellt: nach der Beurteilung der Bergbauabteilung des Ministeriums für Finanzen ist das Thermalwasser schwach alkalisch, stark versalzt (Küchensalz), jodhaltig und bromhaltig. "Nach den gemessenen Absolutwerten, - da die Restmaterialien in grösserer Dichte und Menge in diesem Wasser vorkommen, kann man sagen, dass das Heilwasser von Berek wertvoller ist als das vom Badeort Szoboszló oder das von der Stadt Debrecen."
Im Jahr 1940 wurde eine Glashütte in Berek unter der Betriebsleitung von Dr. VERES Zoltán erstellt. Noch in diesem Jahr hat man die Abführung des Sickerwassers durch den Bau eines Stahlbeton-Kanals, vom Ortschaftsrande bis zum 12 km Kanal zwischen den Städten Karcag – Kunmadaras.
Im 1941 wurde ein Becken 40 x 20 m gebaut, in der Mitte durch eine Betonwand getrennt und rundherum eine Art Treppe, die zum Sitzen geeignet war, ausgebildet. (Dieses ist heute das Doppel- oder Zwillingbecken.) Damit hat sich die Empfangsmöglichkeit der Badeanlage wesentlich erhöht.

Das Bad in Berekfürdõ hat das heutige Aussehen anlässlich der Erneuerungsarbeiten am Ende der fünfzigen und Anfang der sechzigen Jahren erhalten.

In den 60-en und 70-en Jahren haben sich die Ferienhäuse wie Pilze vermehrt, immer mehr Leute haben die Heilwasser-Gegebenheiten von Berek erkannt. Die Nähe des sowjetischen Militärflugplatzes in der Stadt Kunmadaras und die dazu gehörenden Militäranlagen (4 km) hat auch die Entwicklung der Ortschaft im negativen Sinne geprägt. Da, das damalige politische System hat in der Umgebung, wegen der militärischen Geheimhaltungspflicht, keine Fremde gerne gesehen, hat sich auch die Entwicklung des Badorts Berekfürdõ gestoppt. Ein Aufbruch erfolgte im Jahre 1974 als durch die Koordinierung des Facharztes für rheumatologischen Krankheiten Dr. Hajdu Lajos, das Wasser vom Bad Berek als Heilwasser offiziell erklärt und anerkannt wurde. Die heilende Tätigkeit hat dann endlich freie Bahn bekommen.

In den achtzigen Jahren hat sich die Ortschaft kontinuierlich entwickelt. Es wurde ein Lebensmittel-Kaufhaus und eine neue Gaststätte gebaut.
Das Bild der heutigen Ortschaft hat sich zu dieser Zeit als vollständig erwiesen, in den 90-en Jahren wurden nur kleienere Investitionen und kontinuierliche Erweiterung der Infrastruktur getätigt. Die Telefon- und Leitungsgasversorgung hat die 100 % erreicht, die Kanalisation hat von 20 auf 60 % erweitert. Anstelle der unverkleideten Strassen sind überall Strassen mit fester Verkleidung gebaut worden.

Zur Erstellung dieser Seite wurde die Facharbeit von Frau Kovács Kornélia, "Die Heilturistischen Gegebenheiten und Entwicklungsmöglichkeiten des Badeorts Berekfürdõ im Spiegel des ’Széchenyi-Plans’ (2001) vom GM (Wirtschaftsministerium).